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Vor dem Hintergrund gewaltiger gesellschaftlicher und sozialer Prozesse bildeten sich um die vorige Jahrhundertwende eine Fülle verschiedener Ansätze, die Schule, den Unterricht und allgemein die Erziehung zu reformieren, die heute unter dem Begriff "Reformpädagogische Bewegung (ca. 1895-1933)" zusammengefasst werden. Es handelte sich dabei um eine sowohl nationale als auch internationale, progressive Erziehungsbewegung verschiedenster, theoretisch uneinheitlicher Strömungen, die sich gegen den Intellektualismus, die Lebensfremdheit und den Autoritarismus der damaligen "alten Schule" wandte. Die wesentlichen neuen Ansätze Aus einer liberalen Grundeinstellung mit starkem sozialen Engagement heraus forderten die Reformpädagogen die "neue, freie Schule", in der allein das Kind im Mittelpunkt allen erzieherischen Denkens und Handelns stehen sollte. Unter Berücksichtigung neuester psychologischer Kenntnisse sollten Erziehung und bestmögliche Entwicklung der Persönlichkeit der Kinder den Unterricht bestimmen; die Schule sollte zu einer lebensnahen Gemeinschaft werden, in der die Kinder aktiv werden können und so durch selbsttätiges Lernen zu verantwortungsbewussten, mündigen und toleranten Mitgliedern der Gesellschaft werden.
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